Agrarsoziale Gesellschaft e.V.

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Menschen mit Betreuungsbedarf im „Grünen Bereich“ – Soziale Landwirtschaft in Niedersachsen

 
Auftraggeber    Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

BearbeitungDipl.-Ing. agr. Ines Fahning
M. Sc. Dagmar Babel
Dipl.-Ing. agr. Andrea Moser

Standin Bearbeitung


Das Projekt „Menschen mit Betreuungsbedarf im „Grünen Bereich“ – Soziale Landwirtschaft in Niedersachsen“ verfolgt eine doppelte Zielsetzung:
Ein Bestandteil umfasst eine Erhebung der Ist-Situation in Niedersachsen. Dabei sind leitende Fragen:

Welche Formen Sozialer Landwirtschaft gibt es aktuell?

Welche Betriebe und Einrichtungen bieten derzeit soziale Dienstleistungen an?

Welches Potenzial hat Soziale Landwirtschaft in Niedersachsen?

Gibt es Betriebe, die sich vorstellen können, einen Betriebszweig Soziale Landwirtschaft einzurichten?


Für diese Erhebung richtet sich eine Online-Befragung an landwirtschaftliche Betriebe, grüne Werkstätten und ähnliche Einrichtungen, die soziale Dienstleistungen anbieten. Des Weiteren sollen auch Betriebe mit Interesse am Aufbau eines Betriebszweiges Soziale Landwirtschaft befragt werden. Inhalte der Online-Befragung sind u. a. Betriebsform, Produktionsbereiche, Zielgruppen und die Art der sozialen Dienstleistung. Die Erhebung bezieht sich ausschließlich auf soziale Dienstleistungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen wie Integration durch Beschäftigung, Rehabilitations- oder therapeutische Maßnahmen. Schulbauernhöfe und Bauernhofkindergärten sowie weitere Bildungs- und Freizeitangebote auf landwirtschaftlichen Betrieben werden nicht berücksichtigt.

Der weitere Bestandteil des Projekts ist die Ermittlung von Institutionen, Verwaltungsbehörden und Netzwerkorganisationen, die im Bereich Soziale Landwirtschaft tätig sind, und bestehende Angebote für Beratung, fachliche Begleitung sowie Aus- und Weiterbildung untersucht, um mehr Transparenz zu schaffen und eine bessere Vernetzung zu ermöglichen. Bislang stehen interessierte Landwirt/-innen zumeist vor der Herausforderung, dass Sozial- und Agrarverwaltung getrennt arbeiten und Informationen zu Sozialer Landwirtschaft schwer zugänglich sind. Das Projekt soll daher auch die Rahmenbedingungen der Umsetzung Sozialer Landwirtschaft ermitteln und den Handlungsbedarf identifizieren.

Wenn Sie an der Online-Befragung teilnehmen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an diese Adresse:
Sie erhalten dann den Link zur Online-Befragung per E-Mail.


Solange die Umfrage läuft, werden Ihre Angaben vorübergehend auf einem Server in Deutschland gespeichert. Im Anschluss werden sie ausschließlich bei der ASG bearbeitet und in anonymisierter Form ausgewertet. Die Ergebnisse der Umfrage werden durch Statistiken wiedergegeben, daher ist es nicht möglich einzelne Antworten zurückzuverfolgen. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beabsichtig eventuell eine Liste der Angebote Sozialer Landwirtschaft in Niedersachsen zu veröffentlichen, in die Sie jedoch nur aufgenommen werden, wenn Sie zustimmen. Eine Veröffentlichung kann auch zur Vernetzung beitragen sowie Ihr Angebot bekannt machen.

Hintergrund

Menschen mit besonderen Bedürfnissen gleichberechtigte Teilhabe zu eröffnen, ihnen sinnvolle Tätigkeiten und über die landwirtschaftliche Arbeit das Erleben von Jahres- und Wachstumsrhythmen zu ermöglichen, ist das Hauptanliegen von Angeboten im Agrarbereich, die unter dem Begriff Soziale Landwirtschaft zusammengefasst werden.

Die Angebote sind facettenreich: Die Bandbreite reicht von Betreuung und Beschäftigung behinderter Menschen über therapeutische Aktivitäten zur Gesundheitsförderung, Betreuung und Therapie für Kinder und Jugendliche bis hin zu betreutem Wohnen für Senioren und speziellen Wohnformen für Demenzkranke. Zwar ist die Anzahl von Projekten im Bereich Soziale Landwirtschaft durch gezielte Initiativen gestiegen und es finden sich engagierte Landwirt/-innen – vor allem auf ökologischen Betrieben. Insgesamt jedoch ist die Verbreitung in Deutschland noch relativ gering. Auch für Niedersachen kann über Art und Anzahl der bestehenden Beschäftigungs- und Betreuungsangebote bisher kaum eine Aussage getroffen werden.




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