Agrarsoziale Gesellschaft e.V.

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Agrarsoziale Gesellschaft e.V.

Satzung

I. Name, Sitz und Aufgaben
 
§ 1Der Verein führt den Namen "Agrarsoziale Gesellschaft e. V.".
Er hat seinen Sitz in Göttingen und ist in das Vereinsregister in Göttingen einzutragen.
§ 2Aufgabe der Agrarsozialen Gesellschaft e.V. ist die wissenschaftliche und praktische Förderung der Entwicklung der ländlichen Räume mit dem zentralen Ziel, zur Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage der ländlichen/landwirtschaftlichen Bevölkerung beizutragen. Insbesondere will die Agrarsoziale Gesellschaft e.V.
 1. sozial- und agrarwissenschaftliche Untersuchungen anregen, fördern und auch im Auftrag Dritter - durchführen, die auf Verbesserungen der Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen gerichtet sind;
 2. zur Verbreitung und Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse beitragen;
 3. ein parteipolitisch neutrales Forum des Meinungsaustausches bieten, um die Entwicklung der ländlichen Räume und der Landwirtschaft sowie die Lösung agrarsozialer Fragen zu fördern;
 4. mit ihrer Tätigkeit zur Teilnahme ländlicher Räume an der europäischen Integration beitragen;
 5.an der Qualifizierung und Weiterbildung der Bevölkerung in ländlichen Räumen mitwirken;
 6. auf eine soziale Ausrichtung politischer Entscheidungen hinwirken, deren Notwendigkeit begründen und in ihrer Umsetzung unterstützen;
 7. den genannten Bestrebungen dienliche Einrichtungen, Maßnahmen und Haltungen unterstützen;
 8. mit agrarsozialen und sozialen Diensten in Dörfern, Verwaltungen und Organisationen zusammenarbeiten.
 Die Agrarsoziale Gesellschaft ist überparteilich und interkonfessionell, sie übt ihre Tätigkeit ausschließlich und unmittelbar gemeinnützig im Sinne des Abschnitts steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung aus. Ein gewerblicher Geschäftsbetrieb ist ausgeschlossen. Die Gesellschaft ist selbstlos tätig, sie verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.
§ 3Mittel der Gesellschaft dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.
§ 4Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken der Gesellschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
 
II. Mitgliedschaft
 
§ 5Die Mitgliedschaft kann erworben werden von natürlichen und juristischen Personen durch schriftlichen Antrag und Zustimmung des Vorstandes.
 Die Mitgliedschaft erlischt:
 1. durch den Tod.
 2. durch Ausschluß aus wichtigem Grunde durch den Vorstand. Der Ausschluß tritt mit der Zustellung des Beschlusses an das ausgeschlossene Mitglied in Kraft. Gegen diesen Beschluß ist binnen einer Frist von 14 Tagen die Beschwerde an die Mitgliederversammlung zulässig, die hierüber entscheidet.
 3. durch Austritt aus dem Verein zum Ende eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten. Die Austrittserklärung ist nur wirksam, wenn sie gegenüber einem Mitglied des Vorstandes schriftlich abgegeben wird.
§ 6Die Beiträge werden von der Mitgliederversammlung festgesetzt. Beitragsbefreiung oder -ermäßigung kann auf Antrag durch den Vorstand erteilt werden.
 Die Beitragspflicht endet beim Erlöschen der Mitgliedschaft erst mit dem Schluß des Kalenderjahres, in dem die Mitgliedschaft rechtskräftig endet. Auf das Vermögen der Gesellschaft haben Ausscheidende keinen Anspruch.
 
III. Organe
 
§ 7Organe des Vereins sind
 1. die Mitgliederversammlung,
 2. das Kuratorium und
 3. der Vorstand.
 Niemand kann zugleich Mitglied im Vorstand und im Kuratorium sein.
 
IV. Mitgliederversammlung
 
§ 8Die Mitgliederversammlung entscheidet in allen Angelegenheiten der Gesellschaft, soweit diese nicht nach der Satzung dem Vorstand oder dem Kuratorium übertragen sind.
 In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied - auch ein Ehrenmitglied - eine Stimme.
 Mitglieder, denen es nicht möglich ist, an der Mitgliederversammlung teilzunehmen, können ihr Stimmrecht an eine(n) Beauftragte(n) übertragen. Es ist aber niemand berechtigt, mehr als drei Stimmberechtigte zu vertreten.
§ 9Der Vorstand muß die Mitgliederversammlung mindestens einmal im Jahr einberufen.
 Die Mitgliederversammlung muß vom Vorstand innerhalb von 3 Monaten außerdem einberufen werden:
 - entweder auf Antrag des Kuratoriums, sofern dieses mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder einen entsprechenden Beschluß faßt
 - oder auf schriftlichen Antrag eines Fünftels der Mitglieder.
 Ort und Zeit der Mitgliederversammlung bestimmt der Vorstand. Die Einladungen müssen die Tagesordnungen angeben und schriftlich an die Mitglieder mindestens 14 Tage vor Versammlungsbeginn ergehen.
§ 10(1) Den Vorsitz in der Mitgliederversammlung führt der Vorsitzende des Vorstandes oder im Falle seiner Verhinderung sein Stellvertreter oder ein anderes Mitglied des Vorstandes.
 (2) Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn 10 % der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. Wird diese Beteiligung nicht erreicht, so sind bei der darauffolgenden ordnungsgemäß einberufenen Mitgliederversammlung die Anwesenden beschlußfähig.
§ 11Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefaßt; Stimmenthaltungen bleiben daher außer Betracht.
 Satzungsänderungen, Verschmelzung und Auflösung bedürfen einer Zweidrittelmehrheit aller Mitglieder. Für solche Beschlüsse ist eine schriftliche Abstimmung dann möglich, wenn auf einer ordnungsmäßig einberufenen Mitgliederversammlung weniger als zwei Drittel der Gesamtmitgliedschaft anwesend sind. Die Nichtteilnahme an der schriftlichen Abstimmung innerhalb einer Frist von drei Wochen wird als Stimmenthaltung des betreffenden Mitgliedes gewertet. Die vorgenannte Dreiwochenfrist beginnt mit der Versendung (Poststempel) der schriftlichen Einladung zur schriftlichen Abstimmung an die letztbekannte Adresse des Mitgliedes. Bei schriftlicher Abstimmung gilt ein Satzungsänderungsantrag als angenommen, wenn zwei Drittel der abgegebenen Stimmen dafür gestimmt haben.
 Jeder Satzungsänderungsantrag ist allen Mitgliedern mit der Einladung zur Mitgliederversammlung schriftlich in vollem Wortlaut mit Begründung mitzuteilen. Entsprechendes gilt für die Einladung zur Teilnahme an der schriftlichen Abstimmung.
 Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind zu protokollieren, das Protokoll vom Vorsitzenden der Mitgliederversammlung und vom Protokollführer zu unterzeichnen.
§ 12Die Mitgliederversammlung wählt mit einfacher Mehrheit eine aus vier Mitgliedern bestehende Revisionskommission, der die Prüfung der Jahres-rechnung und des Wirtschaftsgebahrens des Vereins obliegt. Die Revisionskommission berichtet der Mitgliederversammlung über das Ergebnis der Prüfung.
 
V. Kuratorium
 
§ 13Das Kuratorium hat die Aufgabe, die Tätigkeit der Gesellschaft zu fördern und zu unterstützen, insbesondere auch dadurch, daß seine Mitglieder ihre Erfahrungen der Gesellschaft zur Verfügung stellen. Das Kuratorium berät und überwacht den Vorstand.
§ 14Das Kuratorium besteht aus mindestens neun Mitgliedern. Die Gesamtzahl der Mitglieder des Kuratoriums soll durch drei teilbar sein. Die Mitglieder des Kuratoriums werden von der Mitgliederversammlung gewählt. Juristische Personen sind von der Wahl in das Kuratorium ausgeschlossen.
 Alle zwei Jahre scheidet ein Drittel der Kuratoriumsmitglieder aus, jedoch ist ihre Wiederwahl zulässig. Die Kuratoriumsmitglieder sollen sich möglichst im aktiven Dienst befinden oder in führender Position einer Institution tätig sein, die zu den in § 2 benannten Zielsetzungen der Agrarsozialen Gesellschaft e.V. beiträgt. Bei den ersten beiden Wahlterminen entscheidet das Los über das Ausscheiden.
 Ein Mitglied des Kuratoriums kann nur aus wichtigem Grunde und durch Beschluß der Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von zwei Drittel der anwesenden Mitglieder abberufen werden.
§ 15Das Kuratorium wählt aus seinen Mitgliedern einen Präsidenten, einen stellvertretenden Präsidenten, einen Schriftführer und gibt sich seine Geschäftsordnung.
§ 16(1) In dringenden Fällen hat das Kuratorium das Recht, einzelne Mitglieder des Vorstandes oder den Gesamtvorstand vorläufig zu suspendieren, sofern diese sich einer groben Pflichtverletzung schuldig gemacht haben, ungeeignet zur Führung ihres Amtes sind oder ähnlich wichtige Gründe gegen sie vorliegen. Ein entsprechender Beschluß des Kuratoriums muß mit einer Mehrheit von zwei Drittel der anwesenden Kuratoriumsmitglieder gefaßt werden.
 (2) Im Falle der Suspendierung des Vorstandes nimmt der Präsident des Kuratoriums die Aufgaben des Vorstandes bis zu dessen Wiedereinsetzung oder bis zu einer Neuwahl wahr.
 (3) Eine in diesem Falle vom Kuratorium im Zeitraum von zwölf Wochen einzuberufende Mitgliederversammlung entscheidet endgültig.
 (4) Für den Zeitraum der Suspendierung des Vorstandes kann die Mitgliederversammlung die Entlastung für den Vorstand oder für den die Amtsgeschäfte des Vorstandes übernehmenden Präsidenten des Kuratoriums aussprechen.
 
VI. Vorstand
 
§ 17Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Erklärungen sind für den Verein nur dann verbindlich, wenn sie von zwei Vorstandsmitgliedern abgegeben werden. Ist dem Verein gegenüber eine Willenserklärung abzugeben, so genügt es, wenn dieselbe an eines der Vorstandsmitglieder erfolgt.
 Der Vorstand ist verpflichtet, für die Durchführung der Aufgaben der ASG zu sorgen und die ihm durch diese Satzung auferlegten Pflichten zu erfüllen. Er bestellt und überwacht den Geschäftsführer und hat für die ordnungsmäßige Buchführung der Gesellschaft zu sorgen.
§ 18Der Vorstand besteht aus mindestens sieben Mitgliedern. Er wird von der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit für die Dauer von drei Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Eine juristische Person kann nicht zum Vorstandsmitglied bestellt werden.
 Der Vorstand wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und mindestens zwei Stellvertreter und gibt sich seine Geschäftsordnung.
 
VII. Ehrenfunktionen, Ehrenmitgliedschaft
 
§ 19Auf übereinstimmenden Vorschlag des Kuratoriums und des Vorstandes kann die Mitgliederversammlung einzelne Personen, die sich um die Ziele der Gesellschaft besonders verdient gemacht haben, zum Ehrenpräsidenten, Ehrenvorsitzenden, Ehrenmitglied des Vorstandes oder zu Ehrenmitgliedern wählen. Zu dieser Wahl ist eine Stimmenmehrheit von zwei Drittel aller anwesenden stimmberechtigten Mitglieder erforderlich.
 Das in eine Ehrenfunktion gewählte Mitglied hat das Recht, an den Sitzungen des Kuratoriums und/oder Vorstandes beratend teilzunehmen.
 Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.
 
VIII. Vereinshaushalt
 
§ 20(1) Die Jahresrechnung mit Belegen soll bis zum 1. August eines jeden Jahres vorliegen. Die Vorlage erfolgt an die Mitgliederversammlung. Die Genehmigung der Jahresrechnung und die Entlastung des Vorstandes erfolgen durch Beschluß der Mitgliederversammlung.
 (2) Zahlungen dürfen nur auf schriftliche Anweisung gemäß der Geschäftsordnung geleistet werden.
 (3) Das Rechnungsjahr entspricht dem Haushaltsjahr des Bundes.
 
IX. Auflösung der Gesellschaft
 
§ 21Im Falle der Auflösung oder Aufhebung der Gesellschaft oder bei Wegfall des bisherigen Satzungszweckes fällt das Vermögen an das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft zur ausschließlichen und unmittelbaren Verwendung für einen dem § 2 entsprechenden gemeinnützigen Zweck.
 
 (gültig aufgrund des Beschlusses der Mitglieder ab 31.05.1995)
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