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Forschungsprojekt „FarmStarter-Hamburg“ |
| Projekttitel | Motivation und Unterstützung von jungen Unternehmer*innen in der Land- und Gartenbauwirtschaft |
| Verbundkoordination | Fachhochschule Südwestfalen - Standort Soest - Fachbereich Agrarwirtschaft (Prof. Dr. agr. Marcus Mergenthaler, Prof. Dr. Wolf Lorleberg, MSc. agr. Zoe Heuschkel) |
| Beteiligte Institutionen | Kulturland eG
Agronauten e.V.
Agrarsoziale Gesellschaft e.V. |
| Drittmittelgeber/Förderung | Freie und Hansestadt Hamburg; Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) |
| Laufzeit | 01.01.2026 - 31.12.2026 |
| Kurzbeschreibung |
Die Hamburger Land- und Gartenbauwirtschaft steht vor erheblichen Herausforderungen. Besonders der Gartenbau in den Vier- und Marschlanden ist gefährdet, da steigender Wettbewerbsdruck, wachsende Produktionskosten und strukturelle Nachteile die Betriebe belasten. Gleichzeitig fehlt es vielfach an familiären Nachfolger*innen, was die Fortführung bestehender Betriebe erschwert. Junge Menschen, die bereit sind, sich unternehmerisch zu engagieren, spielen eine zentrale Rolle für die Zukunft der Branche. Vor diesem Hintergrund besteht ein Forschungsbedarf, um die Potenziale und Bedarfe potenzieller Gründer*innen sowie die Bedingungen für nachhaltige Betriebsübergaben und Geschäftsmodelle besser zu verstehen.
Das Projekt „FarmStarter Hamburg“ untersucht, wie Betriebe ohne familiäre Nachfolge zukunftsfähig weitergeführt werden können und wie Neugründungen junger Unternehmer*innen gefördert werden können.
Zentrale Forschungsfragen sind:
- Welche Voraussetzungen, Bedarfe und Motive haben potenzielle Gründer*innen im Land- und Gartenbau?
- Unter welchen Bedingungen sind außerfamiliäre Betriebsübergaben realisierbar?
- Welche Geschäfts- und Betriebsmodelle sind tragfähig und übertragbar auf die Hamburger Rahmenbedingungen?
Das Projekt nutzt ko-kreative und transdisziplinäre Methoden, um praxisnahe Lösungen zu entwickeln, bestehende Betriebe zu begleiten und Neugründungen zu testen.
Ziel ist die Förderung, Befähigung und Begleitung von jungen Unternehmer*innen in der Hamburger Land- und Gartenbauwirtschaft sowie die Sicherung bestehender Betriebe durch tragfähige außerfamiliäre Übergaben. Das Projekt soll ein „Hamburger Modell“ entwickeln, das eine dauerhafte Plattform für Beratung, Schulung und Unterstützung von Betriebsübernahmen und Neugründungen bereitstellt und als bundesweites Pilotprojekt dienen kann. |
Aufgabenbereich der Agrarsozialen Gesellschaft e.V. |
Handlungsfeld 5:
Wege aus dem Hofleerstand – Diversifizierungspfade und alternative Nutzungskonzepte
Der agrarstrukturelle Wandel stellt landwirtschaftliche und gartenbauliche Betriebe im Raum Hamburg vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Nachfolge und Betriebserhalt. Gleichzeitig erschweren hohe Bodenpreise und starke Flächenkonkurrenzen außerfamiliäre Hofübergaben und den Einstieg neuer Akteur*innen. Viele kleinere Betriebe stehen daher vor der Frage, ob und wie sie ihre Wirtschaftsweise anpassen oder alternative Nutzungen für Gebäude und Flächen entwickeln können. Das Arbeitspaket untersucht diese Situation systematisch und identifiziert Hemmnisse, Chancen und tragfähige Entwicklungspfade für Betriebe, die trotz der Projektarbeit für erleichterte Betriebsübergaben nicht mehr oder nur teilweise in der Produktion verbleiben. Ziel ist die Ableitung fundierter Empfehlungen für eine nachhaltige Restrukturierung und Diversifizierung der Hamburger Agrar- und Gartenbaustrukturen. Dabei fließen die langjährigen Erfahrungen der ASG sowie Erkenntnisse aus aktuellen Transferprojekten zur Um- und Nachnutzung landwirtschaftlicher Infrastruktur ein. |
| Kontakt |
PD Dr. Oliver Klein, Dipl.‑Geogr.
Tel. (0551) 49 709 - 30
Maria Kaiser, M.Sc.
Tel. (0551) 49 709 - 22
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